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5 Tipps für das Nachwuchs-Recruiting mit Multimedia

Die Suche nach geeigneten Talenten im Handwerk und der Baubranche ist inzwischen ein herausforderndes Unterfangen - und der Wettbewerb um die besten Nachwuchskräfte ist groß! Mit Hilfe von Multimedia können Betriebe sich noch wirkungsvoller als attraktiver Arbeitgeber positionieren.

Es gibt neben den klassischen Wegen der Suche nach neuen Talenten, z.B. Schulbesuchen, Messeständen oder dem Anbieten von Praktika, inzwischen auch viele digitale Möglichkeiten. Hierzu gehören neben den Online-Stellen-Portalen z.B. auch branchenbezogene Angebote wie das Lehrstellenradar der Handwerkskammern. Darüber hinaus nutzen immer mehr Betriebe auch die nahe liegende Option, über ihre Homepage auf speziellen Karriere-Ausbildungs-Seiten ihre Ausbildungsberufe und die Möglichkeiten für Praktika näher zu beschreiben sowie freie Ausbildungsplätze prominent zu platzieren. Dabei wird aber oft nicht daran gedacht, dass viele der oben genannten Wege des Recruiting eher auf der informativ-sachlichen Ebene wirksam sind, und sich die eingesetzten Medien oft auf viel Text, wenig Bilder und einige Verlinkungen beschränken. Aspekte wie beispielsweise die Firmenkultur, der Team-Spirit und ähnliche "weiche" Faktoren kann man zwar auch mit Worten und Fotos vermitteln, aber erreicht man damit auch "Bauch und Herz" der potenziellen Mitarbeiter:innen? Wir sind überzeugt: nein bzw. nur sehr eingeschränkt.


Wer seine Nachwuchssuche im digitalen Raum mit Emotionen aufwerten und darüber hinaus maximal authentisch gestalten möchte, ist gut beraten, sich mit den Möglichkeiten von Multimedia zu beschäftigen. Lesen Sie hier fünf aus unserer Sicht wichtige Tipps dazu.


Tipp Nr.1 - Setzen Sie auf bewegte Bilder


Nicht jeder junge Mensch ist gewillt, sich bei allen in Frage kommenden Ausbildungsbetrieben sofort für ein Praktikum zu bewerben, sondern wird in den meisten Fällen - neben den persönlichen Tipps von Familie und Freunden - zunächst das Internet nutzen, um sich grundsätzlich zu orientieren. Und bei dieser Suche vor allem viele textbasierte Informationen finden. Betriebe, die sich hier differenzieren wollen, sind gut beraten, über Alternativen nachzudenken, zum Beispiel den Einsatz von Videos. Es gibt kaum ein Medium, dass der 1:1-Präsenz-Situation vor Ort so nahe kommt wie bewegte Bilder.


Menschen, die ich direkt sehe, und die mir glaubwürdig und mit Begeisterung in Bild und Ton ihre Tätigkeit und ihr Unternehmen vorstellen, wirken einfach deutlich anders als rein beschreibende Texte oder Folien zum Durchklicken. Punktuell eingesetzte Sounds oder Musik können die emotionale Wirkung von Videos nochmals steigern. Nutzen Sie bewegte Bilder insbesondere für Informationen, die emotional wirken sollen! Dann sind Videos eine tolle Ergänzung von z.B. faktenbasierten Info-Texten, Jobbeschreibungen und ähnlichen eher informativ-sachlichen Infos.


Tipp Nr.2 - Seien Sie authentisch


Wer versucht, sein Ausbildungsmarketing als "Hochglanz"- Werbebotschaft zu platzieren, muss damit leben, dass die Zielgruppen dies auch genau so wahrnehmen: als reine Werbung. Gut gemeinte Versuche, die Umgangssprache der jungen Zielgruppen als Stil-Element in der Kommunikation einzusetzen, bergen stets das große Risiko, anstatt der eigentlich intendierten Wirkung vor allem eines zu bewirken: einen eher etwas peinlichen Auftritt hinzulegen. Doch eigentlich ist es ganz einfach: Zeigen Sie Ihren Betriebsalltag genau so, wie er ist. Nutzen Sie Ihre eigenen Räumlichkeiten oder die echten Locations Ihrer Kund:innen, um Interessierten einen Einblick in Ihre Arbeitsabläufe zu geben.


„Mit attraktiven, authentischen Inhalten machen Sie auf sich aufmerksam und sorgen bereits vor einem Bewerbungsgespräch dafür, dass junge Menschen sich mit Ihrem Unternehmen identifizieren."

Tipp Nr.3 - Lassen Sie Ihre Mitarbeiter:innen agieren


Viele Inhaber:innen von Betrieben im Handwerk und der Baubranche dürften bei der Frage, wer denn im Rahmen des Ausbildungs-Marketing vor der Kamera agieren sollte, relativ schnell an sich selbst denken - aus gutem Grund: sie sind das Gesicht ihres Firma, sie sind Chef/in und verantwortlich für die Geschicke des Unternehmens.


Viel wertvoller aber für Ihre Zielgruppen ist es, nicht nur die Leitung kennen zu lernen, sondern auch Mitarbeiter:innen, am besten auch die schon im Betrieb arbeitenden Azubis - und deren Arbeitsalltag. Es gibt keinen besseren Weg, um anschaulich und transparent zu demonstrieren, welche Arbeiten zu erledigen sind, wie vorhandene Mitarbeiter:innen den Betrieb und seine Kultur wahrnehmen, und wie sie z.B. auch ganz konkret bei ihrer beruflichen Weiterentwicklung unterstützt werden.


Tipp Nr.4 - Nutzen Sie Social Media für Ihr Recruiting


Die üblichen Online-Stellenbörsen und -Portale sind eine hervorragende Möglichkeit für junge Menschen, gezielt den Arbeitsmarkt zu scannen und sich in kurzer Zeit bequem über ihre Möglichkeiten und aktuell freie Ausbildungsplätze zu informieren. Allerdings geht der Impuls dann meist direkt von den Zielgruppen aus und bedingt, dass man schon mindestens grob weiß, wonach man suchen möchte.


Wie aber erreichen Sie Zielgruppen, die heute noch gar nicht wissen, dass es Ihren Betrieb gibt bzw. die eine Ausbildung im Handwerk und der Baubranche bisher gar nicht in Betracht gezogen haben? Und welche spannenden Möglichkeiten eine Berufsausbildung bei Ihnen bietet? Über Social-Media-Kanäle wie z.B. Facebook, Instagram, TikTok, YouTube haben Sie einzigartige Möglichkeiten, Ihre Zielgruppen dort zu erreichen, wo sie sich aufhalten, und aktiv Ihre Botschaften zu platzieren. Alle Kanäle bieten neben dem Aufbau von Reichweite über kostenfreie Postings (organische Reichweite) auch viele Möglichkeiten, Postings in ausgewählten Zielgruppen prominent zu platzieren oder aus einer Vielzahl von Werbeformaten auszuwählen. Oft sind diese Werbeformen auch schon mit kleineren Budgets gut nutzbar. Video ist auch auf Social-Media-Kanälen eine tolle Möglichkeit, sich von rein textbasierten Postings abzuheben. Und oft finden sich auch direkt im Betrieb Azubis, die privat ohnehin auf diesen Kanälen aktiv sind und Lust darauf haben, hier für ihren Ausbildungsbetrieb authentischen Content zu generieren.


Tipp Nr.5 - Bleiben Sie dran!


Dieser Tipp ist eigentlich banal, und dennoch so wichtig: Wer neue digitale Wege für sein Recruiting gehen möchte, ist gut beraten, bei der Zeit-, Budget- und Ressourcen-Planung über den initialen Startschuss hinaus zu denken. Ein Beispiel: Der einmal produzierte Recruitingfilm ist eine wertvolle multimediale Ergänzung Ihres Ausbildungsmarketings und wirkt "24 / 7" - und das mindestens 2 bis 3 Jahre lang, bevor ggfs. eine Aktualisierung nötig wird. Noch wertvoller aber wäre es, diesen Film zu ergänzen um regelmäßig veröffentlichte weitere Kurzclips, z.B. auf Basis eines kleinen Redaktionsplans. Vielleicht haben sogar Ihre Azubis selbst Lust darauf, kleine Clips zu produzieren und diese dann über YouTube oder andere Social-Media-Kanäle zu veröffentlichen. Nachhaltigkeit ist auch hier schneller ausgesprochen, als tatsächlich umgesetzt: aber der Einsatz lohnt sich über die Zeit, und Sie bauen sich hierüber sehr wirkungsvolle neue Kanäle auf!


Unser Fazit


Der Einsatz von Multimedia für das Recruiting ist sinnvoll, spricht mehr Sinne an als Texte und Fotos und ermöglicht Ihnen eine wirkungsvolle Differenzierung im Kampf um die besten Talente. Dabei geht es nie um ein "entweder-oder": Multimedia ist kein Ersatz für Ihre schon etablierten Maßnahmen der Nachwuchssuche, sondern ergänzt diese optimal. Die Möglichkeiten sind vielfältig, und selbst ohne großes Budget lassen sich, z.B. über Social Media, erste gute Schritte gehen. Mit am wichtigsten ist, dass daraus keine Eintagsfliege wird, sondern Sie hier als potenzieller Arbeitgeber dran bleiben und sich über die Zeit nachhaltig auf neuen Kanälen präsentieren.