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Didaktik-Einsatz im E-Learning

Aktualisiert: 6. Nov. 2021

Die didaktische Aufbereitung von Inhalten für E-Learning oder Blended-Learning-Journeys hat schon in der Konzeptphase eine große Bedeutung und zielt auf optimalen Lerntransfer ab. Erfahren Sie hier mehr!


Lernen passiert heute überall

Die Grenzen zwischen reinen Informationsangeboten und Formaten zum Lernen sind oft unscharf, und die wenigsten machen sich hierüber überhaupt ernsthaft Gedanken. Gerade das sog. "informelle Lernen", also das Lernen außerhalb formaler Weiterbildungsformate (wie z.B. Seminare, Lehrgänge) basiert ja geradezu auf dem selbst initiierten Lernen in verschiedensten Settings. Der Besuch einer Messe, der kollegiale Austausch im Team und am Arbeitsplatz, die Lektüre eines Buches oder Blogs, die Recherche im Internet: All dies können Lernprozesse sein, die zu neuem Wissen bzw. neuen Kompetenzen führen. Und das oft, ohne dass man sich den dahinter liegenden Lernprozess überhaupt bewusst macht. Ähnlich wie man beim Autofahren nicht bewusst über das Schalten nachdenkt, sondern es einfach tut.


Didaktik in unterschiedlichen Lern-Settings


Als Dozent/in eines formalen Bildungsangebotes, das entweder als Präsenzveranstaltung als Live-Online-Seminar angeboten wird, hat man üblicherweise einen ganzen Werkzeugkasten von unterschiedlichen didaktischen Methoden am Start. Denn es gibt in Live-Formaten viele Situationen, in denen dies erforderlich ist.

  • Vorbereitung von Agenda und Lernmaterialien

  • Motivation der Teilnehmer:innen zur aktiven Mitwirkung

  • Umgang mit Teilnehmer:innen, die weniger Vorwissen als andere besitzen und dadurch das Lerntempo der Gruppe drosseln

  • Spontane Änderungen der Tagesablaufs, z.B. aufgrund von entsprechender Impulse aus der Gruppe

  • Organisation von Kleingruppenarbeit

  • Förderung des Lern-Transfer im Berufsalltag nach Seminarende

  • u.v.m.

Mit wachsender Berufserfahrung wird das Gespür der Dozent:innen für die richtigen didaktischen Instrumente zum richtigen Zeitpunkt immer ausgefeilter, zumal das Live-Format letztlich auch immer ein Feedback aus der Gruppe sichert und somit das Erreichen oder Verfehlen der didaktischen Interventionen überprüft werden kann.


E-Learning-Angebote hingegen kommen meist als Selbstlernangebote dann zum Einsatz, wann die Lerner:innen es möchten. Und wo sie es möchten. Die Spontaneität und Flexibilität eines Live-Lernformates entfällt somit für die Anbieter von E-Learning-Kursen, und somit erfordert auch der Einsatz von Didaktik andere Kompetenzen und Formate.


  • Zielgruppenorientierte Umsetzung bzgl. Schwierigkeitsgrad, Umfang, Kursaufbau

  • Aufbereitung der Inhalte in gut "verdaulichen" learning nuggets

  • Eine durchdachte "Dramaturgie" im Kurs, die zum Dranbleiben motiviert und die Neugier der Lerner:innen auf die jeweils folgenden Lektionen weckt

  • Unterschiedliche mediendidaktische Instrumente für die Wissensvermittlung, die Lernmotivation sowie den Lerntransfer in die Berufspraxis

  • Hilfestellungen für Lerner:innen mit fehlendem Vorwissen

  • Vertiefungsmöglichkeiten für Lerner:innen mit großem Wissensdurst

  • Nutzung der Vorteile des spielerischen Lernens

  • u.v.m.

Vom Wissen, Wollen und Umsetzen

Insbesondere die Lernziele und die Zielgruppenmerkmale eines E-Learning-Angebotes sind wesentliche Basis für die Wahl didaktischer Tools und Methoden.

  • Wer z.B. seinen Zielgruppen das Erfahrungswissen von Expert:innen ihres Faches vermitteln möchte, wird vielleicht die inspirierende Wirkung von Videos nutzen wollen, in denen diese ihre Expertise teilen.

  • Anbieter, die in ihren Zielgruppen bei bestimmten Themen Ängste und Vorbehalte vermuten, werden eher auf Formate zurückgreifen, die motivationssteigernd sind. Beispielsweise Interview-Formate, in denen Protagonist:innen als "social proof" ihre eigenen Lösungen skizzieren und damit anderen Mut machen.

  • Geht es vor allem um den Lerntransfer in die Praxis, sind andere Formate gefragt: Das können Übungs- und Wiederholungsangebote sein, aber auch Materialien zum Download wie PDF's, Checklisten usw.

Meistens geht es in Onlinekursen auch nicht darum, hier zu 100% nur das Wissen, das Wollen oder das Umsetzen zu bedienen. Sondern üblicherweise kommt im Kursverlauf ein buntes Mix didaktischer Instrumente zum Einsatz, das von Kapitel zu Kapitel und Lektion zu Lektion variiert und diese 3 Kategorien in jeweils unterschiedlicher Ausprägung bedient.


Blended Learning / Learning Journeys


Eine besondere Relevanz hat ein gut durchdachtes didaktisches Konzept bei der Gestaltung von Blended-Learning-Formaten bis hin zu komplexen Learning-Journeys. Die Mischung von asynchronen und synchronen Lernangeboten, ihre jeweils einzelne Konzeption und ein roter Faden über die gesamte Laufzeit machen die Didaktik hier zu einem noch anspruchsvolleren Thema. Gerade die Übergänge sind hier entscheidend: Nur wenn die wie Perlen an einer Kette aufgereihten Einzelformate didaktisch aufeinander abgestimmt sind und die Lerner:innen schrittweise auf ein immer höheres Wissens-/Kompetenzlevel mitnehmen, können die meist anspruchsvollen Lernziele dieser komplexen Formate erreicht werden.


Die TOLEX-Manufaktur bietet ihren Kunden schon in der Konzeptphase ein umfassendes Consulting und zielgruppenorientierte didaktische Tools und Elemente an. Sie möchten mehr darüber erfahren? Nutzen Sie gern die Möglichkeit, sich von uns in einem kostenlosen Erstgespräch zu Ihrer Ausgangslage beraten zu lassen. Auf unserer Terminplanungsseite können Sie sich bequem einen freien Zeit-Slot suchen und unser bis zu 30-minütiges Kennenlerngespräch als Video-Call aussuchen und direkt online buchen.